Wechseljahre

Beschwerden in den Wechseljahren

Was passiert im weiblichen Körper bei der Hormonumstellung in den Wechseljahren?

Wechseljahre sind eine Zeit der körperlichen und emotionalen Veränderungen. Der Hormonhaushalt stellt sich über die Dauer von einem Jahrzehnt im Leben der Frau neu ein. Die Eierstöcke reduzieren nach und nach ihre Funktion, der Körper verringert allmählich die Produktion des weiblichen Geschlechtshormons Östrogen. Die monatliche Blutung ist unregelmäßig, fällt mal stärker und mal schwächer aus und bleibt am Ende ganz aus. Mit der Hormonumstellung in den Wechseljahren endet die Fruchtbarkeit der Frau.

Welche Ursachen haben Wechseljahresbeschwerden?

Der Beginn, die Dauer und der Verlauf der Wechseljahre sind von Frau zu Frau sehr verschieden. Bei manchen kündigt sich diese große Veränderung sehr sanft an, doch ca. 80 Prozent aller Frauen leiden an Beschwerden wie Hitzewallungen, Schweißausbrüchen, verminderter Stressresistenz, Schlafproblemen und innerer Unruhe. Rund ein Drittel aller Frauen leidet sogar sehr stark unter Wechseljahresbeschwerden. Die Ursachen mancher Beschwerden, zum Beispiel für die Hitzewallungen, sind noch nicht vollständig erforscht und geklärt.

Fest steht: Abnehmende Östrogen- und Gestagen-Aktivität verursacht viele der Beschwerden. Die Tiefschlafphase in den Wechseljahren wird auf vier Stunden verkürzt. Östrogen hat normalerweise eine stimmungsaufhellende Wirkung, und ein Östrogenmangel führt dazu, dass man sich mitunter psychisch unausgeglichen fühlt. Gestagen ist ein weibliches Sexualhormon, das der Entstehung und Erhaltung einer Schwangerschaft dient. Die Hormone Östrogen und Gestagen haben außerdem Auswirkungen auf den Stoffwechsel von Knochen, Haut und Schleimhäuten.

Die weiblichen Geschlechtshormone schützen die Knochen. Mit dem sinkenden Östrogenspiegel steigt das Risiko für Osteoporose. Die Scheidenschleimhaut wird dünner, trockener und somit anfälliger für Infektionen. Die hormonelle Umstellung bringt weitere körperliche und psychische Veränderungen mit sich.

Welche Symptome sind typisch für Wechseljahresbeschwerden?

  • Zyklusunregelmäßigkeiten
  • Hitzewallungen
  • Trockene Schleimhäute – insbesondere trockene Scheide
  • Haarausfall
  • Hautveränderungen
  • Ein- und Durchschlafstörungen
  • Konzentrationsstörungen und Vergesslichkeit
  • Nervosität, Reizbarkeit, innere Unruhe
  • Stimmungsschwankungen
  • Depressive Verstimmungen
  • Herzrasen und Blutdruckschwankungen
  • Gelenkbeschwerden
  • Libidoverlust
  • Kopfschmerzen
  • Gewichtszunahme

Für viele körperliche und psychische Veränderungen während oder nach den Wechseljahren sind aber nicht allein die hormonellen Umstellungen verantwortlich.

Für die meisten Frauen ist diese Zeit auch durch Veränderungen im Alltag gekennzeichnet. Die Kinder sind erwachsen oder werden langsam selbstständig, und so manche Beziehung oder Familie definiert sich neu. Auch wird in dieser Phase des Lebens bei vielen Frauen der Blick auf die eigenen Bedürfnisse viel klarer.

Der Trend: natürlicherer Umgang mit den Beschwerden

Die negativen Vorstellungen über die Wechseljahre ändern sich mit der Zeit. Immer weniger Frauen nehmen Hormonpräparate gegen Beschwerden in den Wechseljahren. Die aktuelle Studie der Techniker Krankenkasse zeigt, dass im vergangenen Jahr nur noch etwa jede 16. Frau zwischen 45 und 65 Jahren ein Hormonpräparat von ihrer Ärztin oder ihrem Arzt verordnet bekam.

Vor 20 Jahren nahm noch mehr als jede dritte Frau (ca. 37 Prozent) in den Wechseljahren Hormonersatzpräparate, um gegen die Beschwerden anzukämpfen. Im Jahr 2020 hat die Zahl einen neuen Tiefstand erreicht: Nur noch rund 6,2 Prozent der Frauen verwenden solche Medikamente.

Um die Wechseljahresbeschwerden lindern zu können, muss man nicht gleich zu starken Schmerz- oder Hormonpräparaten greifen – man kann auch auf natürliche und homöopathische Mittel setzen.

Wechseljahresbeschwerden selbst lindern

In diesem Lebensabschnitt versuchen viele Frauen, sich gesünder zu ernähren, sportlich zu betätigen und auch neue Entspannungsverfahren zu erlernen, um die Beschwerden selbst in den Griff zu bekommen. Viele vertrauen dabei auch auf pflanzliche Mittel und natürliche Methoden.

 

Sport und Bewegung

Studien belegen, dass sportlichen Aktivitäten typische Beschwerden wie Hitzewallungen lindern. Außerdem hat Bewegung viele weitere Vorteile, um den ungewünschten Veränderungen im Körper vorzubeugen. Ein leichtes Training hat bereits positive Auswirkungen: Stärkung der Knochen, Beweglichkeit und Gewichtskontrolle. Regelmäßige Bewegung lässt außerdem den Blutdruck sinken und hilft, Stress zu reduzieren.

Ernährung – auf die richtigen Mineralstoffe kommt es an

Gesunde Ernährung ist das A und O in jedem Alter. In den Wechseljahren ist es besonders wichtig, die richtigen Mineralstoffe wie Kalzium, Kalium, Eisen, Magnesium und Silicea regelmäßig über die Nahrung aufzunehmen. Auch Schüßler-Salze können an dieser Stelle hilfreich sein, da sie die Aufnahme und Verwertung von Mineralstoffen in unseren Zellen unterstützen können. So können sie auf eine sanfte und natürliche Weise zu einem ausgeglichenen Mineralstoffhaushalt beitragen. Mithilfe einer Antlitzanalyse beispielsweise können erfahrene Therapeuten oder speziell geschultes Personal in der Apotheke die äußeren Veränderungen des Körpers interpretieren und mit der inneren Mineralstoffversorgung in Bezug setzen.

Entspannungstechniken

Entspannungstechniken wie Atemübungen, Meditation oder Yoga können dabei unterstützen, den Alltagsstress auszugleichen und nachts besser zur Ruhe zu kommen. Auch bieten sich Spaziergänge in der Natur oder auch bewusste Pausen und Auszeiten an, um den inneren Ausgleich wiederzufinden.

Es gibt viele Möglichkeiten, Wechseljahresbeschwerden auf natürliche Art zu lindern. Aber auch ohne Behandlung lassen Hitzewallungen, Schweißausbrüche oder Stimmungsschwankungen bei fast allen Frauen mit der Zeit von selbst wieder nach. Der Körper stellt sich auf die neue Phase des Lebens ein.

Quellen:

 

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