Bindegewebe stärken

Wie kann ich mein Bindegewebe stärken? Diese Frage beschäftigt vor allem Frauen immer wieder. Damit die Haut straffer erscheint, sind nicht zwingend teure Behandlungen nötig. Doch kannst Du das Bindegewebe mit natürlichen Mitteln wirklich straffen? Ja, das funktioniert!



Bindegewebe: Was ist das?

Das Bindegewebe besteht aus verschiedenen Gewebearten und umhüllt alle Muskelpartien des Körpers. Im Allgemeinen unterscheidet man zwischen dem eigentlichen und dem spezialisierten Bindegewebe. Zum spezialisierten Bindegewebe gehören Fett-, Knorpel- und Blutgewebe. Jede Gewebeart setzt sich aus Zellen und Zellzwischenräumen zusammen, so entsteht ein geflechtartiges Netz, in dem sich Wasser bindende Substanzen sowie Kollagen- und Elastinfasern befinden. Diese Zusammensetzung lässt die Haut elastisch und straff wirken. Wenn man vom Bindegewebe spricht, ist in den meisten Fällen vom eigentlichen Bindegewebe die Rede, das sich noch einmal in zwei Arten unterteilt.

Lockeres Bindegewebe:

Das lockere Bindegewebe dient als Wasserspeicher für den Körper und ist der Stützapparat für die Organe. Die Fasern liegen, anders als beim straffen Bindegewebe, locker in den Zellzwischenräumen.

Straffes Bindegewebe:

Das straffe Bindegewebe befindet sich vor allem in den Bändern und Sehnen. Im Inneren befindet sich ein sehr hoher Anteil an Kollagenfasern, die fest und gebündelt in den Zellzwischenräumen liegen.

Bindegewebe: die Funktion

Bindegewebe wird meistens nur mit der Haut in Verbindung gebracht. Dabei hat es im Körper weitaus mehr Funktionen:

  • versorgt die Organe und anderes Gewebe mit Nährstoffen und transportiert Schadstoffe ab
  • überträgt Nervenimpulse über die Zellzwischenmasse
  • stützt Organe und hält sie in der richtigen Position
  • reguliert das Säure-Basen-Gleichgewicht

Das Bindegewebe: Unterschiede bei Männern und Frauen

Betrachtet man ein Männer- und ein Frauenbein, sind die Unterschiede sofort zu erkennen. Während 80 – 90 % aller Frauen an Cellulite leiden, haben Männer oft eine straffe und dicke Haut. Grund dafür ist die besondere Beschaffenheit des Bindegewebes. Bei Männern bilden die Fasern des Bindegewebes ein geflechtartiges und dichtes Netz, das für Spannkraft sorgt und die Wassereinlagerung erschwert. Aus diesem Grund wirkt die Haut bei Männern eher straff. Bei Frauen befinden sich dehnbare Zellzwischenräume im Bindegewebe, in denen sich Wasser und Fett leichter ansammeln können. Die sichtbaren „Dellen“, die häufig auch als Cellulite oder Orangenhaut bezeichnet werden, sind also vergrößerte Fettzellen, die nicht mehr durch die Fasern des Bindegewebes zusammengehalten werden können. Hierbei ist zu sagen, dass jede Frau an Cellulite leiden kann, unabhängig von ihrem Gewicht. Aber nicht nur Fettzellen können für das Erschlaffen des Bindegewebes verantwortlich sein, sondern auch andere Faktoren wie Hormone oder erbliche Veranlagungen.

Bindegewebe stärken: So geht’s

Um der Haut auf natürliche Weise mehr Stabilität zu verleihen und sie straffer erscheinen zu lassen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Dabei helfen unter anderem eine ausgewogene Ernährung, Sport und Wechselduschen.

 

Viel trinken!

Da das Bindegewebe zu 70 % aus Wasser besteht, muss viel Flüssigkeit zu sich genommen werden, damit es seine Funktionen erfüllen kann. Wenn Du deinem Bindegewebe mehr Stabilität verleihen möchtest, solltest Du daher circa 3 Liter Wasser oder ungesüßten Tee über den Tag verteilt zu Dir nehmen. Auf Saft, Schorlen oder Softdrinks solltest Du hingegen am besten verzichten, da diese die Bildung von Fettzellen begünstigen.

Die richtige Ernährung

Bei der Ernährung spielen insbesondere die richtigen Nährstoffe eine wichtige Rolle. Vitamin C ist ein natürliches Bindemittel für das Gewebe. Aus diesem Grund solltest Du jeden Tag Lebensmittel in die Ernährung einbauen, die reich an Vitamin C sind wie zum Beispiel Erdbeeren, rote Paprika oder Zitrusfrüchte. Kalium ist wichtig für den Stoffwechsel und aktiviert die Enzyme Bromelain und Papain, die für die Bildung von Kollagenfasern verantwortlich sind. Kalium ist zum Beispiel in Ananas enthalten. Für einen gesunden Aufbau und eine Stärkung des Bindegewebes benötigt der Körper Aminosäuren. Diese sind in Lebensmitteln wie Fisch, Hülsenfrüchten oder Milchprodukten enthalten.

Bewegung und Sport

Damit Du Muskeln aufbaust, solltest Du im Alltag, neben der richtigen Ernährung, auch auf ausreichend Bewegung achten. Beim Training produziert der Körper neues Kollagen in den Muskeln, Sehnen und Bändern, das auch im Bindegewebe gespeichert wird. Das bewirkt, dass weniger flexible Fasern in den Zellzwischenräumen entstehen und das Stützskelett gestärkt wird. Mit einer Kombination aus Muskeltraining und Ausdauersport entsteht ein ideales Workout, um das Bindegewebe optimal zu stärken. Kurze Übungen lassen sich auch gut in den Alltag integrieren.

Die richtige Pflege

Um das Bindegewebe zu stärken, empfiehlt es sich, die Blutzirkulation anzukurbeln. Dies kannst Du am besten mit der Durchführung von Massagen und Wechselduschen erreichen.

So führst Du eine Wechseldusche durch:

  1. Dusche heiß und massiere deine Oberschenkel mit dem heißen Wasserstrahl.
  2. Massiere deinen Oberschenkel in kreisenden Bewegungen.
  3. Beginne am linken Fuß mit der kalten Dusche und massiere langsam nach oben. Danach folgt die rechte Seite, damit dein Kreislauf genügend Zeit hat, um sich an den Temperaturunterschied zu gewöhnen.
  4. Abtrocknen und eincremen.

Wechselduschen regen die Durchblutung der Haut an und sorgen dafür, dass Abbauprodukte aus dem Gewebe geleitet werden.

Quellen

Bauer Medical Health Experts KW (2020): Bindegewebe stärken: Diese 6 Methoden zeigen Wirkung, https://www.praxisvita.de/bindegewebe-staerken-diese-6-methoden-zeigen-eine-wirkung-15672.html (zuletzt abgerufen: 20.05.2021).

Lifeline – Das Gesundheitsportal (2018): Bindegewebsschwäche: Schlaffe Haut stärken und straffen, https://www.lifeline.de/ernaehrung-fitness/faszien/bindegewebsschwaeche-id150481.html (zuletzt abgerufen: 21.05.2021).

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